Zahl der Raucher in Deutschland wird oft stark überschätzt
Allensbach (dpa/tmn) - Die Zahl der Raucher in Deutschland wird laut einer Studie oft deutlich überschätzt. So glaubten die Menschen, dass etwa 46 Prozent der Bevölkerung rauchen. Tatsächlich liege der Raucheranteil allerdings nur bei 29 Prozent.
Das teilt das Institut für Demoskopie Allensbach bei Konstanz unter Berufung auf zwei eigene Umfragen mit. Besonders in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen gebe es aber durchaus viele Raucher: Von ihnen greift fast jeder Zweite (44 Prozent) mehr oder weniger regelmäßig zur Zigarette. Auch unter den 30- bis 49-Jährigen spielen Tabak und Zigaretten laut Studie noch eine vergleichsweise große Rolle. Erst ab dem 50. Lebensjahr und später gewöhnen sich viele das Rauchen wieder ab, und der Anteil geht zurück.
Insgesamt ist die Zahl der Raucher in Deutschland den Angaben zufolge momentan auf einem sehr niedrigen Stand. Anfang der 50er Jahre hätten zum Beispiel 88 Prozent der westdeutschen Männer geraucht. Mitte der 90er waren es nur noch 39 Prozent, und aktuell rauchen rund 35 Prozent der Männer. Bei den Frauen greift derzeit etwa jede Vierte zur Zigarette.
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