Nordamerika-Urlauber: Vorsicht vor West-Nile-Fieber
Düsseldorf (dpa/tmn) - Wer anlässlich des Indian Summer in die USA oder nach Kanada reisen möchte, sollte sich um ausreichenden Mückenschutz kümmern. In Kanada und den USA gibt es derzeit einen drastischen Anstieg von Erkrankungen an West-Nile-Fieber.
Düsseldorf (dpa/tmn) - Wer anlässlich des Indian Summer in die USA oder nach Kanada reisen möchte, sollte sich um ausreichenden Mückenschutz kümmern. In Kanada und den USA gibt es derzeit einen drastischen Anstieg von Erkrankungen an West-Nile-Fieber.
Das teilt das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf. Dabei handelt es sich um eine durch Mückenstiche übertragene Virusinfektion. Eine Schutzimpfung gegen den Erreger gibt es nicht.
Zum Schutz vor Mückenstichen sollten Reisende möglichst körperbedeckende Kleidung tragen. Allerdings können die Insekten durch dünne Gewebe stechen, so dass eine Imprägnierung mit Insektenabwehrmitteln empfehlenswert sei. Freie Hautstellen sollten laut CRM mit sogenannten Repellents eingerieben werden, die den Wirkstoff DEET (Diethyl-m-Toluamid) enthalten. Die Wirkstoffkonzentration sollte mindestens 30 Prozent betragen, um für drei bis vier Stunden einen effektiven Schutz zu erhalten.
Übertragen wird das West-Nile-Fiebers durch Culex-Moskitos. Diese stechen besonders häufig nachts. Deshalb ist es sinnvoll, die Schlafstätten mit Moskitonetzen zu sichern. Am besten seien Netze mit einer Lochgröße zwischen 1,2 und 1,5 Millimeter geeignet, so die Experten.
Das West-Nile-Fieber habe ähnliche Symptome wie eine Grippe: Drei bis sechs Tage nach dem Mückenstich treten den Medizinern zufolge Fieber und Muskelschmerzen auf. Etwas später kämen Schwellungen der Lymphknoten hinzu. Etwa jeder dritte Betroffene entwickle zudem an Brust, Rücken und Armen einen Hautausschlag. Vor allem bei älteren Menschen könne die Krankheit sogar tödlich enden.
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