Männer anfälliger für Tuberkulose als Frauen
Berlin (dpa/tmn) - Männer erkranken in Deutschland häufiger an Tuberkulose als Frauen. Das teilt das Robert Koch-Institut in Berlin mit. Demnach kommen auf 100 000 Einwohner rund 7,8 männliche Tuberkulose-Patienten, bei den Frauen seien es dagegen nur 5,3.
Die Erkrankungshäufigkeit nehme vom 40. Lebensjahr an zu, wobei die meisten Tuberkulose-Fälle in der Altersgruppe der über 69-Jährigen auftreten. Aber auch bei den 25- bis 29-Jährigen ist Tuberkulose stärker verbreitet. Diese jüngeren Patienten stammen den Angaben zufolge allerdings vorwiegend aus dem Ausland.
Die Krankheit ist in Deutschland zwar auf dem Rückzug - 2006 kamen auf 100 000 Einwohner 6,6 Neuerkrankungen, im Jahr zuvor waren es noch 7,4. In Europa. Besonders in Osteuropa ist die Zahl der Neuerkrankungen aber sehr hoch, was auch Auswirkungen auf Deutschland hat. So haben laut dem Robert Koch-Institut hierzulande drei von vier neu diagnostizierten Tuberkulose-Erkrankungen ihren Ursprung im europäischen Ausland.
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