Länger leben: Mittelmeer-Kost vermindert Gesundheitsrisiken
Freiburg (dpa) - Die lebensverlängernde Wirkung bestimmter Ernährung ist wissenschaftlich nicht nachweisbar. Mediterrane Kost vermindere Gesundheitsrisiken jedoch deutlich, sagte Prof. Udo Rabast, Präsident des Verbandes deutscher Ernährungsmediziner aus Freiburg.
Freiburg (dpa) - Die lebensverlängernde Wirkung bestimmter Ernährung ist wissenschaftlich nicht nachweisbar. Mediterrane Kost vermindere Gesundheitsrisiken jedoch deutlich, sagte Prof. Udo Rabast, Präsident des Verbandes deutscher Ernährungsmediziner aus Freiburg.
«Rings um das Mittelmeer gibt es signifikant weniger Infarkte», so Rabast. Vegetarier erkrankten zwar seltener, hätten aber keine höhere Lebenserwartung, erklärte der Experte beim Medizinerkongress der Düsseldorfer Fachmesse Medica. Selbst die hoch dosierte Einnahme von Vitaminen führe nicht zur Lebensverlängerung, sondern nachweisbar zu höherer Sterblichkeit, sagte Rabast.
Dass wenig Essen das Leben verlängern könne, sei bisher lediglich in Tierversuchen mit Mäusen, Fadenwürmern und Fliegen nachgewiesen und gelte wohl für den Menschen nicht, betonte der Experte. Entsprechende Experimente an Affen hätten nach 35 Jahren noch keine klare Aussage gebracht.
Mediterrane Kost mit wenig Fleisch, mäßig viel Fisch, mit fettarmen Milchprodukten, Gemüse, Obst und vor allem Olivenöl sowie mäßiger Alkoholgenuss habe eindeutig positiven Einfluss auf die Lebenserwartung. Umfangreiche Studien hätten gezeigt, dass dies nicht an kulturellen Besonderheiten und der lässigen Lebensart des Mittelmeeres liege, sondern an der Küche. Ein langes Leben erwarte aber auch die Menschen, «die mit sich zufrieden sind», sagte der Mediziner.
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