Krebskongress: Brustkrebstherapien zeigen große Erfolge
Berlin (dpa) - Bei der Behandlung von bösartigen Tumoren gibt es nach Meinung des Frankfurter Medizinprofessors Manfred Kaufmann in der Brustkrebstherapie die größten Fortschritte und Erfolge.
Durch neue Medikamente, die zielgerichteter wirkten, seien die Überlebensraten für Frauen spürbar angestiegen, sagte Kaufmann anlässlich des 28. Deutschen Krebskongresses (20. bis 23. Februar) in Berlin. Auch das neue Brustkrebs-Screening könne helfen, die Früherkennung weiter zu verbessern. Kaufmann, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Universität Frankfurt (Main), ist Präsident des größten Krebskongresses im deutschsprachigen Raum.
Zu den Haupttumorarten in Deutschland zählen bei Frauen weiterhin Brust-, Darm- und Lungenkrebs. Bei Männern liegen Lungen-, Darm- und Prostatakrebs an der Spitze. «Da Lungenkrebs in engem Zusammenhang mit dem Rauchen steht, bringen die neuen Rauchverbote in den Bundesländern meiner Meinung nach absolut etwas», sagte Kaufmann. «Auch, wenn sich das nicht sofort auf die Krebsdaten auswirkt.» Fortschritte und neue Möglichkeiten gebe es auch bei der Behandlung von Leber- und Nierenzellkrebs, ergänzte Kaufmann. Wenig Erfolg haben Forscher dagegen bei der Therapie von Bauchspeicheldrüsen-Krebs. Bei dieser Tumorart liegen die durchschnittlichen Überlebensraten weiterhin nur bei wenigen Monaten.
Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft leben in Deutschland rund fünf Millionen Patienten, die an Krebs erkrankt sind oder waren. Mehr als 425 000 Menschen würden jedes Jahr neu mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Zu dem großen Fachkongress werden 7500 Teilnehmer im Internationale Congress Centrum (ICC) Berlin erwartet. Am 24. Februar steht das ICC Krebspatienten und Interessierten offen. Dann gibt es gibt Informationsstände, Podiumsdiskussionen und Workshops.
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