Gute Vorsätze für 2008: Stress vermeiden und Freunde treffen
Berlin/Hamburg (dpa/tmn) - «Im nächsten Jahr höre ich mit dem Rauchen auf und nehme 15 Kilo ab» - das sind die typischen Vorsätze für das neue Jahr. Doch die Hitliste der guten Vorsätze für 2008 wird diesmal von anderen Wünschen angeführt.
Berlin/Hamburg (dpa/tmn) - «Im nächsten Jahr höre ich mit dem Rauchen auf und nehme 15 Kilo ab» - das sind die typischen Vorsätze für das neue Jahr. Doch die Hitliste der guten Vorsätze für 2008 wird diesmal von anderen Wünschen angeführt.
Rund 64 Prozent der Deutschen wollen im kommenden Jahr mehr Zeit mit Familien und Freunden verbringen und 60 Prozent planen, Stress zu vermeiden. Das ergab eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstituts forsa in Berlin, bei der insgesamt 1500 Personen befragt wurden. Die klassischen Vorsätze «Abnehmen» oder «Mit dem Rauchen aufhören» kamen dabei nur auf 33 und 18 Prozent.
Im neuen Jahr Stress vermeiden wollen vor allem die unter 60-Jährigen. Der meiste Stress entsteht laut Studie durch Zeitdruck im Beruf. Aber auch in der Freizeit wird oft keine Entspannung gefunden. So gaben 42 Prozent an, Stress im Alltag zu haben. Ärger in der Familie wurde von 40 Prozent genannt. Doch wie lässt sich Stress vermeiden? «Betroffene müssen zunächst herausfinden, was oder welche Situationen Stress auslösen», erklärt Psychologe Frank Meiners von der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) in Hamburg, die die Umfrage in Auftrag gegeben hat.
Wichtig ist auch, dass die Ziele realistisch sind, sonst werden sie auf längere Sicht nicht eingehalten. Das eigene Leben lasse sich nur schwer komplett umkrempeln, sagt der Experte. Kleinere Schritte führten eher zum Ziel. Wer im Beruf unnötigen Stress vermeiden will, sollte zunächst seine Arbeit gut organisieren und auch mal auf die Fähigkeiten von Kollegen und Mitarbeitern vertrauen. Es bringe nichts, alles selber machen zu wollen. «Auch ein offenes Wort mit dem Vorgesetzten kann helfen, das Arbeitspensum besser zu organisieren», rät der Psychologe.
Fast die Hälfte der Deutschen nutzen den Jahreswechsel für eine persönliche Bilanz und wollen ihr Leben ändern. Oft wird dieser Entschluss jedoch nicht in die Tat umsetzt. So wurden laut einer Umfrage der Allianz Versicherung in Hamburg im Jahr 2007 nur 15 Prozent der guten Vorsätze auch verwirklicht.
Bei den Vorsätzen gilt: «Qualität ist besser als Quantität», erklärt Ulrike Mickelat von der Techniker Krankenkasse (TK) Niedersachsen in Hannover. Daher sollte möglichst nur ein Projekt ausgewählt werden. Die meisten scheiterten, weil sie sich zu viel auf einmal vornehmen. Eine Prioritätenliste kann helfen herauszufinden, welche Veränderung für die eigene Person am wichtigsten ist. «Danach sollte man sich direkt den ersten Schritt zur Umsetzung überlegen», rät Mickelat. So lässt sich einschätzen, ob der Vorsatz überhaupt realistisch ist.
Wer zum Jahreswechsel abnehmen möchte, muss auf geliebte Lebensmittel nicht vollkommen verzichten. Ein vollständiger Verzicht, zum Beispiel auf Schokolade könne sogar Heißhunger auslösen. «Besser ist es, in kleinen Schritten voranzugehen und die Lieblingssorte in Miniportionen einzuteilen, und sie zu bestimmten Zeiten bewusst zu genießen», empfiehlt die Expertin.
Auch das Rauchverhalten sollte laut Mickelat schrittweise geändert werden. Die Frage laute hier: Auf welche Zigarette kann ich am leichtesten verzichten und wie kann ich mir einen positiven Ersatz schaffen? Besonders jüngere Menschen setzen den Angaben zufolge 2008 auf mehr Bewegung. Dabei helfe es bereits, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen. Konsequent die Treppe benutzen oder mal eine Haltestelle früher auszusteigen, sei ein guter Anfang.
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