Grippewelle: Lungenärzte raten zur Impfung
Erfurt (dpa) - Lungenärzte rufen die Bevölkerung bundesweit auf, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Zwar habe es bislang erst wenige Fälle gegeben, aber in den nächsten Wochen sei mit einer Zunahme zu rechnen, so der Bundesverband der Pneumologen (BdP).
Erfurt (dpa) - Lungenärzte rufen die Bevölkerung bundesweit auf, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Zwar habe es bislang erst wenige Fälle gegeben, aber in den nächsten Wochen sei mit einer Zunahme zu rechnen, so der Bundesverband der Pneumologen (BdP).
«Nach der Impfung dauert es etwa ein bis zwei Wochen, bis der Immunschutz gegen die Influenza aufgebaut ist», erläuterte Michael Barczok vom BdP. Damit könnten die Impfungen bis zum Eintreffen der ersten Grippewellen ihre Wirkung entfalten.
Laut Robert-Koch-Institut mussten in der Grippesaison 2006/2007 in Deutschland rund 14 000 Menschen wegen einer Influenza im Krankenhaus behandelt werden. Die Zahl der Grippe-Todesfälle wurde auf etwa 8000 geschätzt. Am stärksten gefährdet sind Ältere über 60 Jahre sowie Herzkranke, Diabetiker und Asthmatiker. Auch medizinisches Personal sowie Personen, die viel Kontakt mit anderen Menschen haben, werde der Grippeschutz empfohlen. «Leider wird die Gefährlichkeit der Influenza immer noch von vielen Menschen unterschätzt», beklagte Barczok. In der Saison 2005/2006 habe die Impfrate bundesweit bei nur 27 Prozent gelegen.
Eine echte Grippe verläuft viel schwerer als ein grippaler Infekt. Es kommt häufig zu Komplikationen, zum Beispiel zu einer tödlichen Lungenentzündung. Typisch ist, dass die Erkrankung plötzlich beginnt. Der Patient hat hohes Fieber, einen trockenen Reizhusten und starke Muskel- und Kopfschmerzen.
Influenza-Impfstoffe besitzen die Besonderheit, dass ihre Zusammensetzung jedes Jahr neu den jeweils um die Welt gehenden Virusstämmen angepasst werden muss. Basis sind epidemiologische Studien, die in eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation und der Europäischen Kommission münden. 2007/08 beinhaltet der Impfcocktail Virusstämme von den Solomon Islands, aus Wisconsin und aus Malaysia.
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