Die Zahl der Frühgeburten in Deutschland steigt
Neu-Isenburg/Berlin (dpa/tmn) - Die Zahl der Frühgeburten in Deutschland steigt seit Mitte der neunziger Jahre und liegt inzwischen bei etwa neun Prozent. Derzeit kämen jährlich rund 63 000 Kinder als Frühgeborene zur Welt, berichtet die «Ärzte Zeitung».
Neu-Isenburg/Berlin (dpa/tmn) - Die Zahl der Frühgeburten in Deutschland steigt seit Mitte der neunziger Jahre und liegt inzwischen bei etwa neun Prozent. Derzeit kämen jährlich rund 63 000 Kinder als Frühgeborene zur Welt, berichtet die «Ärzte Zeitung».
Rund 12 000 davon würden bereits vor der 32. Schwangerschaftswoche geboren, heißt es unter Berufung auf den Epidemiologen Wolf Kirschner von der Gesellschaft «Forschung, Beratung und Evaluation» an der Charité in Berlin. Besorgnis erregend sei auch die hohe Zahl der Fehlgeburten. Bei den bundesweit jährlich 840 000 Schwangerschaften komme es schätzungsweise zu 140 000 Fehlgeburten vor der 22. Woche. Hauptursache sei das steigende Alter der Frauen bei der ersten Schwangerschaft, erklärte Prof. Joachim Dudenhausen, Direktor der Klinik für Geburtsmedizin der Charité. Vor diesem Hintergrund sei bereits vor sieben Jahren das bundesweite Programm «BabyCare» entwickelt und in die Schwangerenvorsorge eingeführt worden.
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