Darmkrebs-Vorsorge verringert Risiko deutlich
Neu-Ulm (dpa) - Die Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung kann das Risiko, an der Krankheit zu sterben, deutlich verringern. Das berichtete der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen in Neu-Ulm unter Berufung auf eine Studie mit 9000 Patienten.
Neu-Ulm (dpa) - Die Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung kann das Risiko, an der Krankheit zu sterben, deutlich verringern. Das berichtete der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen in Neu-Ulm unter Berufung auf eine Studie mit 9000 Patienten.
In einer gastroenterologischen Schwerpunktpraxis in Herne im Ruhrgebiet wurden Patienten, die zur reinen Vorsorge kamen, mit solchen verglichen, bei denen bereits ein Verdacht auf Darmkrebs bestand. In der Vorsorgegruppe sei bei 46 Menschen Darmkrebs festgestellt worden, zumeist im Frühstadium. Vier Jahre nach Beginn des Vorsorgeprogramms seien nur 2 von diesen Patienten gestorben - diese Todesfälle seien jedoch keine Folge der Krebskrankheit gewesen, betont der Ärzteverband. In der Gruppe mit Darmkrebsverdacht sei bei 100 Menschen Darmkrebs festgestellt worden, bei 39 Prozent schon im Spätstadium. 20 seien an den Folgen des Tumors gestorben.
Darmkrebs sei im Frühstadium exzellent heilbar, sagte Verbandssprecher Holger Böhm. Bislang gebe es allerdings noch keine großen Studien zu dieser Darmkrebsvorsorge. Der Nachweis, dass allein die Darmspiegelung, in deren Verlauf potenzielle Krebsvorstufen entfernt werden, die Todeszahlen senke, stehe daher noch aus. Darmkrebs sei die zweithäufigste Krebstodesursache. Seit 2002 gehört die Darmspiegelung ab dem 56. Lebensjahr zum deutschen Krebsfrüherkennungsprogramm.
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