Auch leichte Hundebisse vom Arzt behandeln lassen
München (dpa/tmn) - Wird ein Kind von einem Hund gebissen, sollte es in ärztliche Behandlung. Selbst durch kleine Verletzungen können mit dem Tierspeichel Krankheitserreger in die Wunde gelangen, warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in München.
München (dpa/tmn) - Wird ein Kind von einem Hund gebissen, sollte es in ärztliche Behandlung. Selbst durch kleine Verletzungen können mit dem Tierspeichel Krankheitserreger in die Wunde gelangen, warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in München.
Sobald die Blutung nachgelassen hat, sollte die Bisswunde zunächst unter handwarmem fließendem Wasser gereinigt werden. Anschließend wird die Wunde mit einer sterilen Mullkompresse abgedeckt.
Hundebissverletzungen sind meist Reißwunden, die fachärztlich versorgt werden müssen, erklärt der Kinder- und Jugendarzt Thomas Fendel. Bei etwa 15 Prozent der Hundebisswunden komme es zu Wundinfektionen - abhängig von der Schwere der Verletzung, der Immunität und vom Verschmutzungsgrad. Daher muss auch der Tetanusschutz gegebenenfalls aufgefrischt werden. Eltern sollten deshalb den Impfpass mit zum Arzt bringen. Für Tollwut besteht in Deutschland bei Haus- und Wildtieren zur Zeit kaum eine Gefahr, doch es gibt Einzelfälle von an Tollwut erkrankten Fledermäusen.
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