Zeckenbisse: Hohes Risiko für Hirnhautentzündung
Stuttgart (dpa) - Experten schlagen Alarm: Ein erneut milder Winter lässt auch für dieses Jahr ein hohes Risiko erwarten, sich durch einen Zeckenbiss mit der unheilbaren Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu infizieren.
Die Klimaerwärmung begünstige die Eierproduktion der Zecken und das Überleben der wichtigsten Wirtstiere der Zecken, der Mäuse, erläuterte Professor Peter Kimmig von der Universität Hohenheimin Stuttgart. «Wer sich in Süddeutschland in Feld, Wald und Flur aufhält, sollte sich gegen FSME impfen lassen.» Das sei so wichtig, weil die Krankheit, die zu Entzündungen im Gehirn und Rückenmark und zu schweren Behinderungen führen kann, nicht behandelbar ist.
Die Zahl der FSME-Fälle im Südwesten lag 2007 bei 94. Im Jahr zuvor wurden mehr als die Hälfte aller bundesweit 541 Erkrankungen im Südwesten registriert. Das Absinken im Jahr 2007 erklärte Kimmig damit, dass die Menschen sich wegen schlechten Wetters im Sommer weniger im Freien aufgehalten hatten als im Jahr zuvor.
Die Risikogebiete in Deutschland sind Baden-Württemberg und Bayern. Im Südwesten sei ein Prozent der Zecken infiziert. Die Impfrate im Südwesten sei mit 21 Prozent noch viel zu gering, meinte Kimmig. Die Impfung sei kostenlos und von der Landesregierung empfohlen.
Weitere Meldungen aus dem Verkehrsrecht
Top-Meldungen aus anderen Bereichen
Wann kommt welches Bußgeld auf Sie zu? Droht Fahrverbot? Der aktuelle Bußgeldkatalog informiert Sie über besonders unfallträchtige Verkehrs-Verstöße und ihre juristischen Folgen, wie Bußgeld, Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg und Fahrverbot.
In unserem Verkehrsrecht Ratgeber finden Sie wichtige Informationen und gesetzliche Regelungen zu den relevantesten Themen aus dem Verkehrsrecht.





