Wenn die Haut rot sieht - Tipps für richtigen Sonnenschutz
Bonn/Köln (dpa/tmn) - Meer, Strand und Sonne satt - so stellen sich viele den perfekten Urlaub vor. Im Sommer gilt dabei für viele immer noch das Motto: «Je brauner die Haut, desto besser».
Bonn/Köln (dpa/tmn) - Meer, Strand und Sonne satt - so stellen sich viele den perfekten Urlaub vor. Im Sommer gilt dabei für viele immer noch das Motto: «Je brauner die Haut, desto besser».
Doch angesichts rund 22 000 neuer bösartiger Hautkrebsfälle jährlich warnen Experten vor exzessivem Sonnenbaden. Ihr Rat: Umdenken und die Haut bei schönem Wetter gründlich schützen. «Wir müssen weg vom falschen Schönheitsideal 'Braun ist gleich schön und gesund'», warnt Eva Kalbheim, Sprecherin der Deutschen Krebshilfe in Bonn. Die Bräunung sei vielmehr eine Abwehrreaktion der Haut: Sie reagiert mit vermehrter Pigmentbildung, um sich vor den schädlichen UV-Strahlen zu schützen. Und zu viel davon schädigt den DNA-Zellkern - im schlimmsten Fall kann Hautkrebs die Folge sein.
Sonnenschutz fängt dabei schon bei der Autofahrt in den Urlaub an. «UVA-Strahlen gehen auch durch Autoscheiben hindurch», sagt Hans-Georg Dauer, Dermatologe aus Köln. Er empfiehlt daher Sonnenschutzrollos für die hinteren Seitenscheiben im Wagen, damit auch die Kinder nicht ungeschützt der Strahlung ausgesetzt sind. Direkte Sonneneinstrahlung ist laut Kalbheim zudem möglichst zu meiden. «Im Schatten wird man auch braun - zwar langsamer, aber gesünder.» Wer sich dennoch in der Sonne aufhält, sollte Kopf und Körper durch enggewebte Kleidung etwa aus Baumwolle schützen. Kinder sollten im Alter unter drei Jahren grundsätzlich nicht in die Sonne.
Auch Erwachsene sollten laut Kalbheim in den ersten Urlaubstagen überwiegend im Schatten bleiben, um die Haut an die hohe UV-Strahlung zu gewöhnen. Auch beim Eincremen gibt es einige Regeln. «Gründlich, großzügig und vor allem rechtzeitig, am besten eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad», rät Dermatologe Hans-Georg Dauer. Besonders im Gebirge und in Äquatornähe ist Eincremen das «A und O». Ebenso am Meer, da dort das Wasser die Sonnenstrahlen reflektiert. «Und immer schön nachcremen», rät Dauer. Denn nach einem 20-Minuten-Bad im Salzwasser ist selbst bei «wasserfester» Creme die Hälfte wieder weg.
Durch erneutes Eincremen lässt sich der Schutz der Haut nicht mehrmals um den benutzen Lichtschutzfaktor erhöhen. Der angegebene Schutzfaktor sagt aus, um wie viele Minuten man den Eigenschutz der Haut durch das Eincremen verlängern kann, erklärt Prof. Uwe Reinhold, Leiter der Dermatologie am Medizinischen Zentrum Bonn. «Die meisten Europäer haben einen Eigenschutz von rund 20 Minuten, bevor die Haut sich rötet oder bräunt. Ein Mittel mit Lichtschutzfaktor vier verlängert diese Zeitspanne um das Vierfache. Man sollte also höchstens 80 Minuten in der Sonne bleiben.»
Doch trotz Schutz reagiert die Haut in der Sonne manchmal mit Brennen, Juckreiz oder schmerzenden Bläschen - im Volksmund Sonnenallergie genannt. Die häufigste Form, die so genannte Polymorphe Lichtdermatose (PMD), entsteht meist auf Hautpartien, die noch nicht an die Sonne gewöhnt sind. Auslöser ist die hohe UVA-Strahlung. Experten raten daher zu Sonnencreme mit hohem UVA-Schutz und möglichst wenig Duftstoffen, da diese Allergien auslösen können. Zur Vorbeugung bei einer Sonnenallergie empfehlen Ärzte Kortison oder Antihistaminika, die auch bei Heuschnupfen gegeben werden. Als Erste Hilfe eignen sich laut Dauer auch Quarkwickel oder Aspirin.
Als Warnsignal bieten Firmen auch UV-Strips und UV-Dosimeter an. Diese werden auf die Haut geklebt und signalisieren, wann für den eigenen Hauttyp die kritische UV-Menge erreicht ist. Wichtiger sei es laut Reinhold aber, selbst ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie viel Sonne der eigenen Haut gut tut.
Weitere Meldungen aus dem Verkehrsrecht
Top-Meldungen aus anderen Bereichen
Wann kommt welches Bußgeld auf Sie zu? Droht Fahrverbot? Der aktuelle Bußgeldkatalog informiert Sie über besonders unfallträchtige Verkehrs-Verstöße und ihre juristischen Folgen, wie Bußgeld, Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg und Fahrverbot.
In unserem Verkehrsrecht Ratgeber finden Sie wichtige Informationen und gesetzliche Regelungen zu den relevantesten Themen aus dem Verkehrsrecht.





