Tag der Ernährung: Junk-Food vermeiden
Weißenhorn (dpa) - Die Deutschen essen nach Expertenmeinung zu viel fetthaltige Lebensmittel. «Wir müssen aufpassen, dass wir nicht amerikanische Verhältnisse bekommen», sagte Werner Schmidbaur, Ernährungsexperte und Chefarzt am Stiftungskrankenhaus in Weißenhorn.
Weißenhorn (dpa) - Die Deutschen essen nach Expertenmeinung zu viel fetthaltige Lebensmittel. «Wir müssen aufpassen, dass wir nicht amerikanische Verhältnisse bekommen», sagte Werner Schmidbaur, Ernährungsexperte und Chefarzt am Stiftungskrankenhaus in Weißenhorn.
Zum Tag der Ernährung am 7. März 2007 beklagte Schmidbaur Fehlernährung und Bewegungsmangel schon bei Kindern und Jugendlichen. Das führe zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen wie Gefäßalterung, hohen Cholesterinwerten und Gelenkproblemen bei Übergewicht. «Junk-Food vermeiden» sei der erste Schritt zur Umstellung der Essgewohnheiten, sagte Schmidbaur.
Schmidbaur warnte vor «Gewaltaktionen» beim Abspecken: Diäten allein brächten nichts zur dauerhaften Gewichtsabnahme und bescherten meist nur den berühmten Jo-Jo-Effekt. Wer wirklich abnehmen wolle, sollte einen Zeitraum über zwei Jahre ins Auge fassen und seine Ernährungsgewohnheiten konsequent umstellen. Zu empfehlen sei die Mittelmeerkost mit Olivenöl, Pasta und wenig Fleisch. Entscheidend sei aber auch ausreichend Bewegung. «Wer Fußball lieber an der Playstation statt auf dem Rasen spielt und dabei noch Chips isst, macht alles falsch.» Bei der Nahrungsaufnahme müsse Zufuhr und Verbrauch im richtigen Verhältnis stehen. Schmidbaur: «Viele bewegen sich nicht und führen Nahrung wie eine Leistungssportler zu.»
Besonders Männer seien oft übergewichtig. Sie geben mit ihrer Vorliebe für deftiges Essen und Alkohol auch ein schlechtes Vorbild für Jugendliche, sagte der Mediziner. Nach der europäischen Statistik sind in Deutschland 48 Prozent der Männer übergewichtig, weitere 18 Prozent fettleibig. Rund 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind zu dick. «Das A und O ist die Bewegung», sagte Schmidbaur und wies auf das Internet hin, in dem sich alle wichtigen Informationen zu einem richtigen Ernährungsverhalten finden ließen.
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