Schwangere sollten auf Skilaufen besser verzichten
München (dpa/tmn) - Schwangere Frauen sollten nach Expertenansicht auf Skilaufen oder Snowboard-Fahren verzichten. Ein Sturz könne immer zu schweren Verletzungen führen, warnt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in München.
«Schlimmstenfalls kann es dann bei schweren Erschütterungen zu einem Blasensprung oder einer vorzeitigen Lösung des Mutterkuchens kommen», sagte BVF-Präsident Christian Albring.
Auf das eigene Können sollten sich werdende Mütter nicht verlassen: Auch eine noch so gute Skiläuferin sei nicht davor geschützt, von einem anderen Läufer angefahren zu werden. Vorsicht sei gerade in den ersten Monate der Schwangerschaft geboten, sagte Albring. Stöße und Schläge richteten dann eventuell größeren Schaden an als später, da der Mutterkuchen noch nicht so fest ist. «Die Gefahr einer Blutung oder einer Fehlgeburt ist besonders groß.»
Aber auch ein einfacher Knochenbruch auf der Piste berge für Schwangere Gefahren, sagte Albring. Oft müsse die Verletzte eine Weile im Schnee liegenbleiben, bis Hilfe komme. «Hierbei kann es zur Unterkühlung kommen.» Die Strapazen beim Rücktransport, Röntgenaufnahmen oder Narkosen seien ebenfalls ungünstig für Schwangere. Doch auch beim Verzicht auf die Bretter sollten werdende Mütter sich nicht zu hoch hinaus wagen: Mehr als 2500 Meter Höhe seien wegen des Sauerstoffmangels gefährlich für das ungeborene Kind.
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