Schizophrenie geht oft mit Sucht einher
Düsseldorf (dpa/gms) - Schizophrenie geht häufig mit einer Suchterkrankung einher. 47 Prozent der Menschen mit Schizophrenie seien gleichzeitig suchtkrank. Darauf weist das Kompetenznetz Schizophrenie in Düsseldorf hin.
Düsseldorf (dpa/gms) - Schizophrenie geht häufig mit einer Suchterkrankung einher. 47 Prozent der Menschen mit Schizophrenie seien gleichzeitig suchtkrank. Darauf weist das Kompetenznetz Schizophrenie in Düsseldorf hin.
In 33 Prozent der Fälle liege eine Alkoholabhängigkeit vor, in 27,5 Prozent andere Suchterkrankungen, allen voran Cannabismissbrauch. Sehr starker Cannabiskonsum führe dazu, dass Schizophrenie früher ausbricht. Riskant sei vor allem der Konsum in jungen Jahren. Wird Cannabis vor dem 16. Lebensjahr konsumiert, erhöhe sich das Risiko für eine Schizophrenie um das Vier- bis Fünffache, warnt das Kompetenznetz.
Rund jeder hundertste Bürger erkrankt statistisch betrachtet mindestens einmal im Leben an Schizophrenie. Dabei handele es sich nicht wie vielfach angenommen um eine gespaltene Persönlichkeit. Die Betroffenen litten vielmehr unter einer gestörten Wahrnehmung der Realität. Eine schizophrene Störung sei heute mit modernen Medikamenten in der Regel gut behandelbar, so das Kompetenznetz.
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