Gang zum Frauenarzt beste Methode zur Krebs-Früherkennung
Schwerin (dpa) - Ein regelmäßiger Gang zum Frauenarzt ist die beste Methode zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Das ergab eine von der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern initiierten Langzeitstudie.
Laut der Untersuchung waren vier von fünf Frauen mit fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs seit mehr als drei Jahren nicht mehr beim Frauenarzt gewesen. Mehr als die Hälfte der betroffenen Frauen hatte in den vergangenen fünf Jahren keine Krebsvorsorge durchführen lassen.
Im Rahmen der Studie wurden seit 1997 jährlich rund 400 000 Frauen untersucht und dabei mehr als vier Millionen Befunde ausgewertet. «Diese Fälle zeigen leider sehr drastisch, dass wir die Frauen unbedingt motivieren müssen, die angebotene Vorsorge wahrzunehmen», sagte der Vorsitzende des Landesverbandes der Frauenärzte, Ulrich Freitag, laut Pressemitteilung.
Der Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist weltweit die zweithäufigste Krebs-Todesursache bei Frauen. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) erkranken in Deutschland jährlich 6000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, etwa 2000 sterben daran. Pro Jahr werden in Deutschland 150 000 Krebsvorstufen operiert. Neben der Krebsvorsorgeuntersuchung plädierte der Bundesverband der Frauenärzte (BVF) für eine Impfung gegen den Krebs. Mit der Impfung gegen die so genannten Humanen Papillom Viren - kurz HPV - können Frauen einer Ansteckung mit diesem gefährlichen Erreger vorbeugen. Wer darüber hinaus auch jedes Jahr zur Krebsfrüherkennung zu seinem Frauenarzt gehe, habe eine fast einhundertprozentige Chance, nicht an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.
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