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Donnerstag, 13. März 2008

Freiwilliger Gesundheits-Check für ältere Autofahrer ratsam

Bonn (dpa/tmn) - Für ältere Autofahrer ist aus Sicht eines Fachmanns die regelmäßige Teilnahme an Gesundheits-Checks und Reaktionstests empfehlenswert. «Das ist sicher sinnvoll, sollte aber eine freiwillige Maßnahme sein.»

Bonn (dpa/tmn) - Für ältere Autofahrer ist aus Sicht eines Fachmanns die regelmäßige Teilnahme an Gesundheits-Checks und Reaktionstests empfehlenswert. «Das ist sicher sinnvoll, sollte aber eine freiwillige Maßnahme sein.»

Das sagte Burkhard Gerkens, Referent beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) in Bonn. Von Pflichtuntersuchungen als Voraussetzung dafür, dass Ältere ihren Führerschein behalten dürfen, hält Gerkens nichts. «Es wäre unheimlich schwierig, dafür eine vernünftige, begründbare Altersgrenze festzulegen», sagte er. Gerade ältere Menschen seien von ihren Fähigkeiten her sehr unterschiedlich - mancher 60-Jährige sei fitter als ein 45-Jähriger.

Entgegen häufig geäußerter Vorurteile seien Senioren am Steuer auch kein besonderes Risiko im Straßenverkehr. «In den Unfallstatistiken schneiden die 60- bis 75-Jährigen sogar mit am besten ab», sagte Gerkens. «Wenn man jemandem den Führerschein wegnehmen will, weil er nicht vernünftig fahren kann, dann müsste man eher bei den Jugendlichen anfangen.»

Ältere Autofahrer merken laut Gerkens in aller Regel selbst, wenn sie nicht mehr sicher hinter dem Lenkrad sind. «Meistens kompensieren sie es dann damit, dass sie weniger fahren. Sie verzichten dann zum Beispiel auf Fahrten im Dunkeln oder auf unbekannten Strecken.» Gleichwohl sollten Angehörige und Bekannte ältere Autofahrer ruhig ansprechen, wenn sie Unsicherheiten bemerken.

Gesundheits-Checks können Senioren nach Angaben von Gerkens bei ihrem Hausarzt machen. Reaktionstests bieten die Verkehrswachten in den Ländern an. Auch ein Sehtest sei sinnvoll. «Das macht fast jeder Optiker, oft sogar kostenlos», sagte Gerkens.

Fahrschulen stünden zudem beratend zur Seite, wenn ältere Autofahrer unsicher sind. «Da braucht man auch keine Angst zu haben, dass der Fahrlehrer einem hinterher den Führerschein zerreißt. Das darf er gar nicht», sagte Gerkens. Wenn ein Senior dann tatsächlich nicht mehr fahren will, bleiben ihm zwei Möglichkeiten: entweder den Führerschein in einer Schublade zu vergraben oder ihn bei den Behörden offiziell abzugeben.


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