Asthma bronchiale: Medizin nicht nur im Notfall nehmen
Dienheim (dpa/tmn) - Patienten mit allergischem Asthma bronchiale nehmen besser auch in Phasen ohne Beschwerden ihre Medikamente. Darauf weisen die Patientenliga Atemwegserkrankungen aus Dienheim und die AG Lungensport in Deutschland aus Oppenheim hin.
Andernfalls riskieren sie, dass sich die mit der Krankheit einhergehende Überempfindlichkeit ihrer Atemwege weiter verstärkt. Auch eine Vernarbung und die dauerhafte Verengung der Atemwege können die Folge sein, wenn die meist zu inhalierenden Medikamente nur in Phasen genommen werden, in denen sich das Asthma akut äußert.
Tatsächlich gehen viele Patienten den Angaben zufolge aber genau so vor. Sie denken zum Beispiel, es liege immer nur dann ein Problem in ihren Atemwegen vor, wenn sie tatsächlich unter Atemnotattacken leiden. Das ist aber ein Trugschluss: Beim allergischen Asthma sind die Atemwege dauerhaft entzündet, teilen die beiden Verbände unter Berufung auf den Experten Marek Lommatzsch vom Uniklinik Rostock mit. An deren Abteilung für Pneumologie haben demnach Untersuchungen sogar ergeben, dass gerade bei Beschwerdefreiheit die Entzündung in den Atemwegen unter Umständen am größten ist.
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