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Freitag, 21. Dezember 2007

Gericht: Kunde muss bei unklaren Anlage-Details nachfragen

Frankfurt/Main (dpa) - Ein Kunde, dem ein Anlageberater eine spekulative Geldanlage empfohlen hat, bleibt auf einem Teil seines Verlustes sitzen, wenn er trotz Unklarheiten nicht nachgefragt hat.

Frankfurt/Main (dpa) - Ein Kunde, dem ein Anlageberater eine spekulative Geldanlage empfohlen hat, bleibt auf einem Teil seines Verlustes sitzen, wenn er trotz Unklarheiten nicht nachgefragt hat.

Das geht aus einem in der Zeitschrift «OLG-Report» veröffentlichten Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt hervor. Denn nach Auffassung der Richter muss er sich in diesem Fall ein Mitverschulden vorhalten lassen. Wer etwas nicht verstanden habe und nicht nachfrage, könne nicht allein den Anlageberater verantwortlich machen, betonten die Richter (Az.: 3 U 141/06).

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Schadenersatzklage einer Anlegerin nur in Teilen statt. Die Klägerin hatte auf Anraten eines Anlageberaters Anteile an einer Beteiligungsgesellschaft erworben. Dabei handelte es sich um eine spekulative Anlage. Der Klägerin, die nur über ein monatliches Einkommen von rund 1000 Euro verfügte und eine kleine Erbschaft in Höhe von etwa 20 000 Euro anlegen wollte, war dies offenbar nicht klar. Allerdings fragte sie auch nicht nach den Risiken.

Vor diesem Hintergrund meinte das OLG, der Anlageberater habe schon allein wegen der Einkommensverhältnisse der Klägerin keine spekulative Geldanlage empfehlen dürfen. Ihr sei daher der Anlagebetrag gegen Rückgabe der Gesellschaftsanteile zu erstatten. Allerdings müsse sie 20 Prozent ihres Schadens wegen Mitverschuldens selbst tragen.


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