Ostdeutsche Urlauber reklamieren häufiger
Leipzig (dpa) - Ostdeutsche Urlauber bemängeln immer häufiger den Zustand ihres gebuchten Hotelzimmers im In- oder Ausland. Knapp ein Drittel aller Reklamationen betrafen im vergangenen Jahr Unzufriedenheit oder Mängel mit dem Zimmer.
Das ergab eine Umfrage des Leipziger Instituts für empirische Forschung bei 1200 Ostdeutschen. Vor fünf Jahren seien es weniger als ein Viertel gewesen. Nahezu verdoppelt habe sich der Anteil der Schadensersatzanforderungen an die Reiseveranstalter. Grund für den Anstieg sind laut Institut die wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
Beschwerden wegen Lärms, Drecks und schlechten Services hätten sich auf ein Fünftel aller Reklamationen halbiert. Etwa jeder siebte Ostdeutsche, der sich beschwerte, habe weder Essen noch Urlaubsort als Erholung empfunden - doppelt so viele wie vor fünf Jahren. Einen Anlass zur Beschwerde bei ihrem Reiseveranstalter hätten aber nur 5,9 Prozent aller ostdeutschen Urlauber gesehen. Für gut 94 Prozent sei der Urlaub sehr zufrieden verlaufen. Fast drei Viertel der Ostdeutschen unternimmt nach Erkenntnissen des Instituts jedes Jahr mindestens eine Ferienreise.
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