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Stichwörter: Ernährung, Eltern, 
Mittwoch, 23. Januar 2008

Babys nutzen Mahlzeiten oft für «Machtkämpfe»

München (dpa/tmn) - Schon Babys nutzen das Essen zu Machtkämpfen mit den Eltern. Ab dem 7. bis 9. Lebensmonat wollten Kinder plötzlich alles selbst machen, was die Mutter oft nur schwer zulasse, teilt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in München mit.


Insbesondere intelligente Erstgeborene benutzten dann die Mahlzeiten für ihre frühen Autonomiekämpfe und verweigerten das Essen. «Lehnt das Kind das Nahrungsangebot dann ab, versucht die Mutter Druck auszuüben. Es beginnt ein Teufelskreis», erläutert BVKJ-Sprecher Ulrich Fegeler.

Eltern müssten den Machtkampf möglichst schon im Entstehen unterbrechen, rät der Experte. So sei es meist erfolgreich, wenn auch die Mutter isst oder wenn den Kindern eher «Fingerfood» serviert wird - kleine Portionen, die sie auch selbst in den Mund stecken können. Nur in seltenen Fällen verweigerten die Kinder wie Magersüchtige das Essen und können im Extremfall sogar schweres Untergewicht erreichen. Dann müsse in jedem Fall der Arzt aufgesucht werden. In der Regel seien frühkindliche Essstörungen aber nur selten Anzeichen einer schweren Erkrankung. «Meist handelt sich um eine Anhäufung von negativen Wechselwirkungen zwischen Kind und Mutter», so der Experte.


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