Vor Reise nach China gegen Tollwut impfen lassen
Neu-Isenburg (dpa/tmn) - Vor einer Fahrt nach China sollten Reisende sich nach Ansicht von Experten gegen Tollwut impfen lassen. Die Krankheit sei ein «vergessenes Risiko».
Das berichtet die «Ärzte Zeitung» unter Berufung auf die Virologin Sigrid Baumgarte vom Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg. Hauptüberträger seien Hunde. In China, wo nach der Kulturrevolution das Halten der Vierbeiner verpönt war, gebe es eine wachsende Zahl von Hunden und damit einen «massiven Anstieg» von Tollwut-Fällen. Die meisten Hunde, vor allem in den Städten, seien nicht geimpft.
Daneben können laut Baumgarte auch Katzen die Tollwut übertragen. Gefährlich seien in Asien zudem die Tempeläffchen. Immer häufiger werde weltweit auch die Fledermaus-Tollwut. Wer ungeimpft in ein Risikogebiet fährt und von einem tollwutverdächtigen Tier gebissen wird, sollte die Wunde sofort mit Seifenlauge auswaschen. Außerdem brauchen Betroffene in den folgenden Tagen eine nachträgliche Immunisierung: Diese besteht aus fünf Impfungen. Ohne Behandlung endet Tollwut immer tödlich.
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