Unbehandelte Bronchitis kann chronisch werden
Berlin (dpa/tmn) - Wird eine akute Bronchitis verschleppt, kann daraus eine dauerhafte Atemwegserkrankung werden. Darauf weist der Bundesverband der Pneumologen (BdP) in Berlin hin.
Berlin (dpa/tmn) - Wird eine akute Bronchitis verschleppt, kann daraus eine dauerhafte Atemwegserkrankung werden. Darauf weist der Bundesverband der Pneumologen (BdP) in Berlin hin.
«Unbehandelt kann es bei rund einem Drittel der Patienten zu einem chronischen Verlauf kommen», erläutert Michael Barczok vom BdP-Vorstand unter Berufung auf eine Studie. So litten von 119 untersuchten Bronchitis-Patienten drei Jahre nach der Krankheit 19 Prozent an Asthma und 15 Prozent an einer chronischen Bronchitis. Pro Woche erkranken laut Barczok bundesweit 80 von 100 000 Bundesbürgern an einer Bronchitis, im Winter sind es doppelt so viele.
Zur Behandlung einer akuten Bronchitis sind laut Barczok Medikamente, die Myrtol enthalten, besonders geeignet. «Dieser Wirkstoff enthält das ätherische Öl der Myrte und erleichtert das Abhusten von Schleim», erläutert der Lungenfacharzt. In jedem Fall muss bei einer Bronchitis das Rauchen aufgegeben werden, da es sonst zu einer sogenannten chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) kommen kann. Sie führt nicht nur zu starkem Dauerhusten, sondern auch zu Atemnot.
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