Vor China-Reisen Impfschutz gegen Hepatitis prüfen
Neu-Ulm (dpa/tmn) - Urlauber sollten ihren Hepatitis-Impfschutz überprüfen, wenn sie im Sommer zu den Olympischen Spielen nach China reisen wollen. Das rät Dietrich Hüppe vom Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschland (bng) in Neu-Ulm.
«Wer bisher noch nicht dagegen geimpft wurde, muss sich spätestens vier Wochen vor der Abreise darum kümmern, damit ein ausreichender Schutz gewährleistet ist», sagt Hüppe. Lebererkrankungen wie Hepatitis A und B sind laut dem Verband in China weit verbreitet. Vorsicht sei daher etwa beim Verzehr von Speisen geboten. Während Erreger von Hepatitis A unter anderem über verunreinigte Lebensmittel übertragen werden, könnten Reisende sich etwa beim Geschlechtsverkehr mit der auch Gelbsucht genannten Hepatitis B anstecken.
Für einen langfristigen Impfschutz gegen beide Virentypen seien insgesamt drei Injektionen über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten nötig. Meist wirke die Impfung aber schon nach der zweiten Spritze recht zuverlässig, die in der Regel nach drei Wochen verabreicht wird, sagt Hüppe. Frühere Impfungen müssten Urlauber zudem nicht mehr auffrischen. «Das hält in der Regel ein Leben lang.»
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