Viele Parkinson-Patienten leiden unter Angst und Panik
Neuss (dpa/gms) - Viele Parkinson-Patienten leiden unter Angst und Panik. Häufig treten Ängste in bestimmten Situationen auf, heißt es in einem Artikel der von der Deutschen Parkinson Vereinigung in Neuss veröffentlichten «Parkinson Nachrichten».
Neuss (dpa/gms) - Viele Parkinson-Patienten leiden unter Angst und Panik. Häufig treten Ängste in bestimmten Situationen auf, heißt es in einem Artikel der von der Deutschen Parkinson Vereinigung in Neuss veröffentlichten «Parkinson Nachrichten».
Anzeichen für einen Angstanfall sei zum Beispiel der plötzliche Wunsch zu flüchten, das Gefühl, nicht mehr atmen zu können oder die Kontrolle zu verlieren. Diese Gefühle gehen häufig mit starker, aber diffuser Angst einher.
Die Betroffenen können die Angst häufig nicht konkret benennen, heißt es weiter. Sie gehe häufig mit sehr unangenehmen körperlichen Empfingungen einher. Dazu gehöre in erster Linie über das normale Maß hinausgehende Unruhe und nicht selten ein Gefühl des Zitterns, das nicht mit dem Tremor der Parkinson-Erkrankung in Zusammenhang steht. Häufig treten solche Anfälle nach Zuständen der Ruhe, zum Beispiel dem Mittagsschlaf, auf. Auch geschlossene Räume können zu Angstanfällen führen.
Wenn ein Angstanfall auftritt, sollte vor allem die Atmung kontrolliert werden. Bei gesunden Menschen werden beginnende Angstzustände häufig durch Hyperventilieren, verstärktes Ausatmen, ausgelöst. Dadurch wird zu viel Kohlendioxid abgeatmet und es verschiebt sich das Säure-Basen-Gleichgewicht im Blut. Die Folge ist ein Angstanfall. Durch ruhiges Ausatmen mit geschlossenem Mund zu Beginn des Angstanfalls könne das verhindert und der Angstanfall abgefangen werden. Parkinson-Patienten sollten zwei bis drei Mal durch die Nase ausatmen und dabei in Gedanken langsam «21-22» zählen.
Grundsätzlich sollten Parkinson-Patienten auf keinen Fall Situationen vermeiden, in denen sie Angst haben. Das führe erst Recht zu Angst und Panik. Stattdessen sollten sie in solchen Situationen versuchen, sich mit der beschriebenen Atemübung und beruhigenden Gedanken zu helfen.
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