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Mittwoch, 17. Januar 2007

Plötzliche Atemnot und Schwindel: Zeichen für Panikattacke

Neuss (dpa/gms) - Ein Erstickungsgefühl mit schwindliger Benommenheit sowie weiche Knie oder Beine sind häufige Anzeichen eines akuten Panikzustandes, sagt Christa Roth-Sackenheim vom Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) in Neuss.

Neuss (dpa/gms) - Ein Erstickungsgefühl mit schwindliger Benommenheit sowie weiche Knie oder Beine sind häufige Anzeichen eines akuten Panikzustandes, sagt Christa Roth-Sackenheim vom Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) in Neuss.

«Meist erleben Betroffene ganz plötzlich - ohne Erklärung und ohne körperlichen Auslöser - ein allgemeines Schwächegefühl und Schwankschwindel», erläutert erläutert Christa Roth-Sackenheim weiter. Aber auch Herzrasen sowie Schmerzen, Unwohlsein und Beklemmung in der Brust seien typisch.

«Charakteristisch ist zugleich, dass diese spontanen Anfälle, die sich in wenigen Minuten zu ihrem Höhepunkt steigern, von selbst wieder abklingen - meist ebenfalls binnen kürzester Zeit», sagt die Expertin. Verbunden damit ist häufig die Angst, verrückt zu werden oder einen körperlichen Zusammenbruch zu erleiden. «Eine Panikattacke ist ein sehr quälendes Ereignis», meint die Psychiaterin und Psychotherapeutin aus Andernach. Betroffene entwickeln in der Folge ständige und lang andauernde Sorgen sowie eine Erwartungsangst («Angst vor der Angst») vor dem Auftreten weiterer Attacken.

Die Ursachen für Panikstörungen sind bislang nur in Ansätzen geklärt. Allgemein wird eine Fehlsteuerung des an sich normalen Furcht-Stress-Mechanismus angenommen, bei dem es ohne Behandlung nur in den seltensten Fällen zu einer vollständigen Heilung kommen kann. «Es gibt heutzutage aber eine Fülle von wirkungsvollen Therapiemöglichkeiten, mit denen Betroffenen geholfen werden kann», sagt Roth-Sackenheim. In Deutschland leiden rund 1,6 Millionen Menschen unter einer Panikstörung. In der Kindheit beginnende Panikattacken bedeuten oft ein höheres Risiko für Depression, Suchterkrankungen und andere psychische Leiden in späteren Jahren.


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