Lebensmittel-Experte empfiehlt «ausgewogenere Speisezettel»
Neubrandenburg (dpa) - Für eine gesunde Ernährung kann man nach Ansicht eines Experten durchaus auf herkömmliche Lebensmittel zurückgreifen, statt auf Bio-Produkte auszuweichen.
Neubrandenburg (dpa) - Für eine gesunde Ernährung kann man nach Ansicht eines Experten durchaus auf herkömmliche Lebensmittel zurückgreifen, statt auf Bio-Produkte auszuweichen.
«Wichtig ist eine vernünftige Zusammenstellung des Speisezettels», sagte Peter Meurer, Lebensmittelexperte an der Neubrandenburger Hochschule zum Auftakt eines zweitägigen Symposiums zum Thema «Lebensmittel und Gesundheit» (5. bis 6. März). Bislang ernährten sich die Menschen im Nordosten schlichtweg zu fett, zu ballaststoffarm und äßen zu wenig Obst und Gemüse. Meurer ist Dekan des Fachbereichs Agrarwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften, der die Tagung ausrichtet.
Ob Bioprodukte, die gegenwärtig einen starken Boom erleben, gesünder sind als herkömmlich produzierte Lebensmittel, habe noch keiner wissenschaftlich nachgewiesen, erklärte Meurer. Beim Kauf der zumeist teureren, ökologisch produzierten Bio-Produkte spiele «eher die Weltanschauung eine Rolle».
Immer mehr müssten bei der Lebensmittelherstellung allerdings die Bedürfnisse von Allergikern berücksichtigt werden. So müsse die Industrie enormen Aufwand bei Reinigung und Lagerung betreiben, um beispielsweise nussfreie Produkte für Erdnussallergiker herzustellen. «Hier geht die jetzige Kennzeichnungspflicht in Deutschland aber nicht weit genug», sagte der Experte. So stehe in England «garantiert nussfrei» auf Erzeugnissen, wo in Deutschland noch die Formulierung «...kann Spuren von Nüssen enthalten» stehe. Letztere Formulierung nutze aber keinem Nuss-Allergiker wegen der extrem geringen Auslösemengen etwas.
Insgesamt werde die Zahl der Deutschen, die an Lactose-Allergie leiden - die Milchprodukte betrifft - auf 15 Prozent geschätzt. Steigend sei auch die Zahl der Überempfindlichkeiten auf sogenannte biogene Amine, die beim Abbau eiweißhaltiger Lebensmittel - wie Käse- und Wurstsorten - anfallen. Davon sollen 30 Prozent der Menschen betroffen sein. An der Hochschule wird unter anderem in einer Studie geprüft, inwieweit Molkenproteine durch Proteine aus Lupinen ersetzt werden können.
Weitere Meldungen aus dem Immobilien- und Baurecht
Top-Meldungen aus anderen Bereichen
Juristische Auseinandersetzungen bedrohen die wirtschaftliche Existenz vieler Bauherren. [mehr...]
Das Erben von Immobilien wird voraussichtlich bald deutlich kostspieliger. [mehr...]
Der Ratgeber "Was ich als Mieter wissen muss" beschäftigt sich mit Fragen im laufenden Mietverhältnis, unter anderem zu Mietverträgen, Kosten oder Mietmängeln und will Mietern mit vielen Tipps, Musterbriefen und Formulierungsvorschlägen helfen, ihre Rechte durchzusetzen. Anwaltseiten24 verlost fünf Exemplare des Ratgebers. [mehr...]
Möchten Sie lieber in Ihren eigenen vier Wänden leben statt jeden Monat Miete zu bezahlen? Finden Sie mit dem Baufinanzierungs-Vergleichsrechner die beste Baufinanzierung.




