Keine Zigaretten während der Tabakentwöhnung mit Nikotinpflaster
Heidelberg (dpa/gms) - Während der Tabakentwöhnung mit Hilfe von Nikotinersatzpräparaten sollten Raucher die Finger ganz von den Zigaretten lassen. Das rät Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg.
Heidelberg (dpa/gms) - Während der Tabakentwöhnung mit Hilfe von Nikotinersatzpräparaten sollten Raucher die Finger ganz von den Zigaretten lassen. Das rät Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg.
Nikotinpflaster oder -kaugummis sollten demnach erst mit dem Rauchstopp genommen werden. Ein schleichender Übergang, bei dem nebenher noch geraucht wird, zögere die Entscheidung nur hinaus und sei psychologisch schwierig. In Studien sei belegt, dass es am sinnvollsten ist, ein Datum festzulegen, nach dem nicht mehr geraucht wird, erklärt die Medizinerin weiter.
An Nikotinersatzpräparaten stehen neben Pflastern auch Kaugummis, Lutschtabletten und Nasenspray zur Auswahl. Sie unterscheiden sich durch die Wirkdauer und durch das Tempo, in dem der Nikotinspiegel aufgebaut wird. So wirken oral eingenommene Mittel zum Beispiel schneller als Pflaster.
Angehende Nichtraucher sollten mit ihrem Arzt oder Apotheker besprechen, welches Präparat für sie das Richtige ist. «Das hängt sehr von den persönlichen Vorlieben ab», sagt Martina Pötschke-Langer. Wer nie Kaugummi gekaut habe, für den seien Nikotinkaugummis zum Beispiel eher ungeeignet. Abhängig machen die Präparate nach den Worten von Pötschke-Langer in der Regel nicht, wenn sich die Patienten an die empfohlene Dosierung halten.
Nikotinersatzpräparate sollten die Entwöhnung aber nur flankieren, wenn es unbedingt notwendig sei, sagt Pötschke-Langer: «Entscheidend für den Erfolg ist die Motivation.» Raucher, die glauben, den Entzug nicht allein zu schaffen, sollten deshalb unbedingt auch verhaltenstherapeutisch begleitet werden.
Internet: www.tabakkontrolle.de.
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