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Stichwörter: Demenz, Depression, 
Mittwoch, 12. März 2008

Demenz anfangs kaum von Depression zu unterscheiden

Berlin (dpa/tmn) - Eine Demenzerkrankung lässt sich im frühen Stadium oft kaum von einer Depression unterscheiden. Helfen kann eine genaue psychiatrische Untersuchung, rät die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin.


«Eine Alzheimer-Demenz beginnt meist schleichend mit Merkstörungen, Schwierigkeiten bei der Wortfindung, Verhaltensänderungen und nachlassender Aktivität», erläutert Prof. Wolfgang Maier vom Vorstand der DGPPN. Bei einer Depression ist das ähnlich. Der Unterschied: Oftmals können depressive Patienten Gedächtnisprobleme detailliert beschreiben, während Demenzkranke dazu neigen, sie zu überspielen.

Liegt eine Demenz-Erkrankung vor, ist es wichtig, die geistige Leistungsfähigkeit so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. «So sollte der Patient in die Lage versetzt werden, alltägliche Tätigkeiten wie beispielsweise Ankleiden und Essen so lange es geht selbst zu erledigen», rät Prof. Maier, der die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Bonn leitet. «Wird der Betroffene im Kreis der Familie betreut, so kann der Patient durch praktische Aufgaben wie Geschirr abtrocknen oder Gemüse schälen in den Tagesablauf eingebunden werden.»

Risikofaktoren für eine Demenz-Erkrankung im Alter sind ein hoher Blutdruck, Diabetes, Übergewicht, übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen. «Sportliche Betätigung wie Wandern, Schwimmen, Nordic Walking, aber auch Spazierengehen sowie eine gesunde Ernährung unterstützen hingegen den Stoffwechsel des Gehirns», erklärt Prof. Maier. Genauso wichtig ist die geistige Aktivität, etwa ein gezieltes Gedächtnistraining oder das Lernen einer Fremdsprache. In Deutschland leiden laut DGPPN rund 1,1 Millionen Menschen an Demenz. 5 bis 10 Prozent der Menschen über 65 Jahren sowie 30 bis 40 Prozent der über 80-Jährigen sind von der Erkrankung betroffen.


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