211 000 Menschen ohne Krankenversicherung - Jetzt Pflicht
Wiesbaden (dpa) - Immer mehr Menschen in Deutschland haben in den vergangenen Jahren auf eine Krankenversicherung verzichtet. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.
Nach Angaben des Bundesamtes waren im ersten Quartal des vergangenen Jahres 211 000 Menschen nicht krankenversichert, das waren knapp 0,3 Prozent der Gesamtbevölkerung. Ihr Anteil hatte sich stetig erhöht, berichteten die Statistiker: 1999 besaßen 145 000 Menschen keinen Versicherungsschutz, 2003 waren es 177 000. Mit der Einführung einer Versicherungspflicht zum 1. April 2007 wurde dieser Trend gestoppt.
Die Angaben basieren auf dem vier Jahre erhobenen Zusatzprogramm «Angaben zur Krankenversicherung» im sogenannten Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa. Die größte Gruppe bei den freiwillig nicht Versicherten stellten nach Angaben des Bundesamtes Selbstständige und mithelfende Angehörige.
Die Versicherungspflicht war mit der Gesundheitsreform zum 1. April 2007 eingeführt worden. Seither kehrten nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums mehr als 100 000 Menschen in die gesetzliche Krankenversicherung zurück, wie ein Sprecher in Berlin berichtete.
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