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Stichwörter: BurnoutBoreout
Mittwoch, 5. Dezember 2007

Zwischen «Burnout» und «Boreout» - Leiden am Arbeitsplatz

Bergner sagt, ein Vorteil der Langeweile sei es immerhin, kein «Burnout» zu bekommen. Dabei handle es sich nämlich um eine schwere, bisweilen tödliche Erkrankung. Ganze Branchen in Deutschland wie das Gesundheits- oder Bildungswesen drohten inzwischen «auszubrennen», sagt Bergner. Jedes Jahr entstünden Milliardenkosten.

Ein Drittel aller Frühverrentungen erfolge wegen seelischer Erkrankungen. «In Deutschland tut jedoch kaum jemand etwas dagegen. Es scheint, als gingen die Entscheidungsträger davon aus, dass Menschen beliebig ersetzbar sind.»

Bergner betont, die üblichen Ansätze zur Stressverminderung reichten beim «Burnout»-Syndrom nicht aus. Sie seien allenfalls als Schadensbegrenzung geeignet. Vorbeugend wirke nur, individuell anzusetzen. «Jeder muss rechtzeitig erkennen, was er wirklich kann und will im Leben.» Man müsse im Einklang mit sich leben und nicht gegen seine eigentlichen Bedürfnisse.

LITERATUR: Rothlin, Philippe; Werder, Peter R.: «Diagnose Boreout. Warum Unterforderung im Job krank macht», Redline Wirtschaft, ISBN: 978-3-636-01462-7, Euro 17,90;
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Bergner, Thomas M.H.: «Burnout-Prävention. Das Neun-Stufen-Programm zur Selbsthilfe», Schattauer, ISBN: 978-3-7945-2585-0, Euro 29,95 
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