Zeckengefahr: Impfung und Vorsicht verringern Risiko
Die Impfstoffe werden über neun bis zwölf Monate verabreicht. Möglich ist auch eine Schnellimmunisierung binnen 21 Tagen. Eine Auffrischung erfolgt nach drei Jahren. «Innerhalb von Deutschland übernehmen die Kassen die Kosten», sagt Rainer Oehme, Infektiologe am Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg in Stuttgart. Doch selbst in Risikogebieten liegt die Impfrate nach Schätzungen unter 25 Prozent.
Ob geimpft oder nicht - ein Zeckenstich sollte in jedem Fall vermieden werden. Ganz Deutschland ist Risikogebiet für Borreliose. Und gegen sie gibt es keine Impfmöglichkeit. «Ein wichtiger Schutz sind Insekten-Repellents», sagt Süss. Das Mittel sollte bei Ausflügen in die Natur auf Haut und Kleidung gesprüht werden. Daneben muss den Zecken der Weg an die Haut erschwert werden. «Tragen Sie lange, möglichst eng anliegende Kleidung», empfiehlt Oehme. Außerdem sollte der Körper abgesucht werden - vor allem Kniekehlen, Achselbeugen, Leisten und Haaransatz.
Jede Zecke muss schnellstmöglich beseitigt werden. Bleibt dabei der Stechapparat hängen, kann zwar eine Hautreizung entstehen. Entscheidend ist aber, dass der Körper und damit die Speicheldrüsen mit den FSME-Viren und der Darm mit den Borrelien entfernt werden. Dann sollte die Stichstelle gereinigt, desinfiziert und beobachtet werden. Typisch für Borreliose ist eine größere, kreisförmige Rötung, die sich nach außen verbreitet: die so genannte Wanderröte. Tritt sie auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden, der die Krankheit behandelt.
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