Wenn die Seele Hilfe braucht: Weg zur Therapie ist oft lang
Stimmt das Gefühl nicht, sollten Betroffene sich einen anderen Therapeuten suchen. «Sie können diese 'probatorischen Sitzungen' solange wiederholen, bis Sie den richtigen Therapeuten für sich gefunden haben», sagt Grob. Der Psychotherapeut stellt dann einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse. «Meistens werden 25 Sitzungen genehmigt, die nach Bedarf verlängert werden können.»
«Viele Patienten erleben schon nach den ersten Stunden eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden», weiß Richter. Das Gefühl, endlich alles von der Seele reden zu können, entlastet. Der Sinn einer Therapie sei es, dass es dem Patienten beständig besser geht. Kurze Tiefpunkte etwa nach besonders schmerzhaften Gesprächsinhalten sind normal. «Wenn es dem Patienten dauerhaft schlechter geht, sollte aber über Behandlungsalternativen nachgedacht werden.» Ob eine Therapie zur Heilung führt, ist laut Grob entscheidend von der Motivation des Patienten abhängig: «Sie müssen den Willen zur Veränderung mitbringen und intensiv mitarbeiten.»
Informationen: Psychotherapie-Informations-Dienst des BDP; Beratungstelefon: 0228/74 66 99.
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