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Mittwoch, 18. Oktober 2006

Stressfaktor Passivrauchen - Wenn Kumpels und Eltern qualmen

Heidelberg/Köln (dpa/gms) - Rauchen ist ungesund. Viele Jungs und Mädchen wissen das und fangen erst gar nicht damit an. Doch was hilft es, sich von Zigaretten fern zu halten, wenn die Freunde und die Eltern das anders sehen?


Heidelberg/Köln (dpa/gms) - Rauchen ist ungesund. Viele Jungs und Mädchen wissen das und fangen erst gar nicht damit an. Doch was hilft es, sich von Zigaretten fern zu halten, wenn die Freunde und die Eltern das anders sehen?

Passivrauchen nervt nicht nur, es kann ebenfalls krank machen. Wer nicht permanent vollgequalmt werden will, ist aber in der Clique oft schnell als Langweiler abgestempelt. Vor allem bei den Freunden geht es daher um mehr als gute Argumente gegen das Rauchen. Bei den Eltern können diese schon eher ziehen.

Meist sind es nicht nur die roten Augen und das Kratzen im Hals, das junge Nichtraucher ertragen müssen, sondern auch die Lästereien der Freunde: «Wenn die Kumpels rauchen, kann ein Nichtraucher schnell zum Außenseiter werden», sagt Christian Lüdke, Psychologe aus Köln. Er umschreibt damit ein Problem, das vielen bekannt sein dürfte.

Lüdke rät Betroffenen, möglichst offensiv mit dem Problem umzugehen: Wer sich gestört fühlt oder sogar um die eigene Gesundheit fürchtet, sollte das deutlich sagen - auch wenn dafür in vielen Fällen einiges an Selbstvertrauen nötig ist. «Sie müssen ihren Freunden klar machen», erläutert Lüdke, «dass ihnen viel an der Freundschaft liegt und dass es nur der Zigarettenqualm ist, der stört.»

Zumindest «echte» Freunde dürften das verstehen. Vielleicht lassen sie sich ja auch überreden, das regelmäßige Treffen am Nachmittag in ein Café zu verlegen, das auch eine Nichtraucherecke hat. «Es gilt, eine annehmbare Alternative zu finden, mit der Raucher und Nichtraucher leben können», verdeutlicht Christian Lüdke.

Am vernünftigsten und für alle am gesündesten wäre es natürlich, noch einen Schritt weiterzugehen und zu versuchen, die Kumpels vom Rauchen abzubringen. Doch Psychologe Lüdke rät davon ab: «Man kann Rauchern nicht einfach das Rauchen wegnehmen und dann nichts anderes anbieten.»


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