Papillomvirus-Impfung macht Krebsvorsorge nicht überflüssig
Düsseldorf (dpa) - Trotz wirkungsvoller Papillomvirus-Impfung ist die Krebsvorsorge-untersuchung beim Frauenarzt nicht überflüssig. Daran hat der Virologe Prof. Herbert Pfister von der Universität Köln beim Düsseldorfer Mediziner-Kongress der Fachmesse Medica erinnert.
Düsseldorf (dpa) - Trotz wirkungsvoller Papillomvirus-Impfung ist die Krebsvorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt nicht überflüssig. Daran hat der Virologe Prof. Herbert Pfister von der Universität Köln beim Düsseldorfer Mediziner-Kongress der Fachmesse Medica erinnert.
Die Impfung wird seit Jahresanfang zum Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) empfohlen. Der seit September 2006 zugelassene neue Impfstoff schütze lediglich gegen die beiden gefährlichsten Papillomviren als Erreger des Gebärmutterhalskrebses, so Pfister. «Etwa 20 bis 30 Prozent der Fälle von Zervixkarzinom werden durch Viren ausgelöst, gegen die die Impfung keinen Schutz aufbaut», warnte der Virologe.
Dennoch sind nach Expertenschätzung 70 Prozent der Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs vermeidbar, wenn die neue Impfung breit angewandt werde. Der beste Zeitpunkt der Impfung für Mädchen und junge Frauen sei lange diskutiert worden, erklärte der Mediziner: «Entscheidend ist, dass die Impfung vor dem ersten Sexualkontakt erfolgt.» Über zwei Drittel aller Frauen würden in ihrem Leben mindestens einmal mit dem Virus infiziert. In den meisten Fällen verschwinde er wieder, manchmal niste er sich jedoch ein und könne bösartige Tumore verursachen.
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