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Stichwörter: KaiserschnittGeburt
Mittwoch, 26. März 2008

Oft keine leichte Geburt: Kaiserschnitt auf Wunsch

Schwierigkeiten kann es allerdings geben, wenn bei weiteren Schwangerschaften die Geburt vaginal erfolgen soll. «Nach dem Eingriff hat die Frau natürlich ein Loch in der Gebärmutter und diese Narbe kann bei der nächsten Schwangerschaft unter den Wehen platzen», erklärt Vetter. Bei einer erneuten Schwangerschaft könne auch die Plazenta vor den Ausgang der Gebärmutter rutschen oder mit deren Muskulatur verwachsen. «Will die Frau also mehrere Kinder haben, sollte sie sich solcher schwerwiegender Probleme bewusst sein.»

Dennoch ist die Option auf einen Kaiserschnitt als Alternative zur vaginalen Geburt für viele Frauen eine enorme Entlastung. «Viele Frauen werden erst schwanger, wenn der Druck vaginal gebären zu müssen, nicht auf ihnen lastet», sagt Wolfgang Cremer, Landesvorsitzender des Berufsverbandes der Frauenärzte in Hamburg. «Oft tun dann die Hormone in der Schwangerschaft ihr übriges und die Frauen wollen letztendlich doch lieber eine natürliche Geburt.»

«Jede werdende Mutter sollte individuell betreut und achtsam über die Folgen eines Kaiserschnittes aufgeklärt werden», rät Katrin Mikolitch, Ärztin und Gründerin des Kaiserschnitt-Netzwerkes in Düsseldorf. Sie empfiehlt, die individuelle Angst vor einer vaginalen Geburt zu ergründen und ihr einen Raum zu geben: «Die Angst muss erst einmal da sein dürfen, damit sie sich auch verändern kann.»

Dann könne herausgefunden werden, woher die Angst kommt und wie man sie bearbeiten kann. «Die Geburt ist Spiegel der eigenen Biografie», sagt Mikolitch. «Manchmal kommt die Angst daher, dass bei der Frau das Vertrauen in den eigenen Körper abhanden gekommen ist.» Ärzte, Hebammen und Müttergruppen können bei der Auseinandersetzung mit der Angst helfen - je früher und intensiver die Begleitung ist, desto besser.

INFO: Baderituale fördern Mutter-Kind-Bindung

Sowohl nach einem gewünschten als auch nach einem medizinisch notwendigem Kaiserschnitt kann die Mutter-Kind-Bindung durch Baderituale gestärkt werden. Wird der Säugling nach einem Bad noch nackt und nass auf den nackten Oberkörper der Mutter gelegt, erinnert das an die ersten ungestörten Minuten nach einer Geburt. So wird wichtige Nähe hergestellt.


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