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Dienstag, 19. Februar 2008

Krebszahlen in Deutschland steigen - bessere Früherkennung

Berlin (dpa) - In Deutschland sind die Zahlen der gemeldeten Krebsneuerkrankungen weiter angestiegen. Nach den jüngsten Daten des Berliner Robert Koch-Instituts erhalten pro Jahr rund 12 000 Menschen mehr als früher die Diagnose Krebs. Das liegt auch an der besseren Früherkennung.


Mammographie in der Radiologie der Universitätsklinik Greifswald. (Bild: dpa)

Berlin (dpa) - In Deutschland sind die Zahlen der gemeldeten Krebsneuerkrankungen weiter angestiegen. Nach den jüngsten Daten des Berliner Robert Koch-Instituts erhalten pro Jahr rund 12 000 Menschen mehr als früher die Diagnose Krebs. Das liegt auch an der besseren Früherkennung.

Das Bundesinstitut schätzt die Zahl der Neuerkrankungen für das Jahr 2004 auf rund 436 500 Fälle, betroffen waren 230 500 Männer und 206 000 Frauen. Im Vergleich dazu habe es 2002 rund 424 250 neu entdeckte Krebsfälle gegeben, teilte das RKI am Dienstag vor dem 28. Deutschen Krebskongress in Berlin (20.- 23.2.) mit. Zugleich haben bessere Therapien bei vielen Krebsarten die Überlebensraten deutlich erhöht.

Die gestiegene Zahl von Neuerkrankungen im Jahr 2004 ist nach RKI-Angaben vor allem auf Prostata-Krebs bei Männern zurückzuführen. Die Gründe dafür sind allerdings positiv: Sie liegen insbesondere in verbesserten Früherkennungs-Untersuchungen. Prostatakrebs gehört mit rund 58 500 Neuerkrankungen im Jahr 2004 weiterhin zu der mit Abstand häufigsten Krebsart bei Männern. Die Wahrscheinlichkeit, Prostata- Krebs 5 Jahre lang zu überleben, liegt inzwischen bei 87 Prozent. Die nächsthäufigsten Krebsarten bei Männern sind Darm- und Lungenkrebs.

Bei Frauen blieb die Zahl der Krebsneuerkrankungen 2002 und 2004 mit rund 206 000 Fällen stabil. Zu den häufigsten Tumorarten bei Frauen zählt weiterhin Brustkrebs. 2004 erkrankten rund 57 000 Frauen daran, 2000 mehr als im Jahr 2002. Die Wahrscheinlichkeit, diesen Krebs fünf Jahre lang zu überleben, liegen bei 81 Prozent. Die nächsthäufigsten Tumorarten bei Frauen sind Darm- und Lungenkrebs.

Das mittlere Erkrankungsalter für Krebs liegt in Deutschland bei 69 Jahren. Die allgemeinen Überlebensraten fünf Jahre nach einer Krebsdiagnose haben sich bei Frauen nach RKI-Angaben um zwei Prozentpunkte auf 60 Prozent verbessert.


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