Gichtanfälle - Wenn das Festmahl auf die Gelenke geht
Menschen, in deren Familie Gichtfälle vorgekommen sind, sollten einmal im Jahr ihren Harnsäurewert messen lassen. «Ein Blut-Check ist nicht aufwendig und schnell gemacht», sagt Müller-Ladner. Auch wer länger fastet, muss auf seinen Harnsäurespiegel achten, da dieser durch körpereigene Abbauprodukte ebenfalls steigt.
Bei erhöhter Harnsäure sollten zu viel Fleisch und besonders Innereien gemieden werden. «Auch Hülsenfrüchte sind nicht gut. Reis, Kaffee und Tee sowie Marmelade hingegen enthalten gar keine Purine», erklärt Wolfgang Brückle. Auch Milch, Milchprodukte und Eier sind sehr purinarm. «Sie eignen sich besonders als Eiweißlieferant, da anderes tierisches Eiweiß die Harnsäure erhöht», erklärt Margret Morlo. Alkohol sollte dagegen gemieden werden.
«Bei Fischen ist zu unterscheiden. Beispielsweise Ölsardinen enthalten viel Purin, andere Arten wenig», erklärt Müller-Ladner. Wenig Purine sind in Äpfeln, Gurken, Kartoffeln, Tomaten, Brot und Nudeln enthalten. Reichlich Trinken spült die Niere und erhöht den Abtransport der Harnsäure.
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