Gesund mit Gewürzen - aber Nebenwirkungen beachten
Gesundheitsgefährdend ist zu scharfes Essen nicht - abgesehen davon, dass empfindliche Mägen gereizt werden könnten, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Gonder in Hünstetten im hessischen Taunus. Allerdings könne eine Gewöhnung eintreten, so dass Menschen, die gerne scharf essen, mit der Zeit immer stärker würzen. Ihren Sinn haben scharfe Gewürze dennoch - sie wirken antibakteriell. «Pfeffer schützt vor Darminfektionen und Parasiten», so Gonder.
Dass Gewürze auch schädlich sein können, zeigte die 2006 ausgesprochene Warnung deutscher Behörden und Verbraucherschützer vor zuviel Zimt. Auslöser waren Untersuchungen des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR), das in zahlreichen Zimtproben zuviel Cumarin gefunden hatte. Der Aromastoff kann bei besonders empfindlichen Menschen Leberschäden verursachen, die allerdings heilbar sind.
Die einzige Quelle für Cumarin, die im Lebensmittelbereich in Deutschland von Bedeutung ist, ist der aus China stammende Cassia-Zimt. «Der Ceylon-Zimt ist weitgehend frei von Cumarin», sagt die Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Gonder. «Als Verbraucher kann man das aber schlecht erkennen. Bei Zimtstangen steht die Herkunft auf der Verpackung. Bei Zimtpulver ist es schwierig.»
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