Fußballfans sollten vor EM an Zeckenschutz denken
Reinheim (dpa/tmn) - Fußballfans sollten rechtzeitig an die FSME-Impfung denken, bevor sie im Sommer zu den Fußballspielen der Europameisterschaft nach Österreich oder in die Schweiz fahren.
In den Alpenländern sei die Gefahr groß, sich mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis zu infizieren, warnt der Borreliose- und FSME-Bund Deutschland in Reinheim. «Man braucht drei Impfungen», sagte Sprecherin Ute Fischer dem dpa-Themendienst. Die zweite folge je nach Impfstoff drei oder vier Wochen nach der ersten Impfung und gewähre schon einen weitgehenden Schutz. Die dritte folge ein Jahr nach der ersten Impfung.
Um einen Impfstoff-Engpass wie im vergangenen Jahr zu vermeiden, sollte die Impfung so früh wie möglich angestrebt werden, rät Fischer. In den Alpenländern werde der Schutz vor der Gehirn- und Hirnhautentzündung sehr ernst genommen: So seien in Österreich rund 90 Prozent der Bevölkerung geimpft. In der Schweiz werde sie ausnahmslos in allen Regionen unterhalb von 1000 Metern empfohlen. In Deutschland gelten Bayern, Baden-Württemberg sowie Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen als FSME-Risikogebiet.
Die FSME-Impfung wird vom Robert-Koch-Institut Menschen empfohlen, sich in den Risikogebieten oft im Freien aufhalten. Gegen die ebenfalls von Zecken übertragene Borreliose hilft die Impfung nicht. Grundsätzlich sei die beste Vorbeugung gegen Zeckenbisse, die Haut zu bedecken und sich abends gründlich nach Zecken abzusuchen, rät Ute Fischer vom FSME- und Borreliose-Bund.
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