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Stichwörter: TherapieInternet-Therapie
Mittwoch, 19. März 2008

Computer statt Couch - Psychotherapie über das Internet

Schrieken hat mit demselben Therapieplan Traumapatienten sowohl übers Internet als auch im persönlichen Gespräch behandelt und festgestellt: «Bei 'Interapy' kommen sie oft schneller auf den Kern ihrer Probleme als im Gespräch.» Das Ergebnis beider Therapien sei etwa gleich, aber im Internet stelle sich der Erfolg schneller ein. Die Schwelle, die vor der Therapie überwunden werden muss, sei geringer als bei der Behandlung von Angesicht zu Angesicht. «Das ganze soziale Ritual, um Vertrauen aufzubauen, entfällt.»

«Interapy» will sein Behandlungsangebot ausweiten. Trauma, Depression, Burn-out am Arbeitsplatz, Trauer, Schockerlebnisse stehen bereits auf dem Programm. Derzeit erproben die Therapeuten eine Behandlung von Bulimie-Patienten. «Eine ganz schwierige Gruppe, aber es wird gehen», sagt Schrieken. In Kürze soll die Behandlung von jugendlichen Opfern sexueller Gewalt in eine Probephase gehen. Schrieken lobt die offene Haltung der Niederlande gegenüber der Internet-Medizin. Allerdings werde es immer wichtiger werden, die Spreu vom Weizen zu trennen.


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