«Chemo» zwischendurch: Ambulante Krebstherapie oft möglich
Eine ambulante Therapie bietet sich nicht für jeden Patienten an: «Wenn es recht alte Menschen sind, die selber schlecht zurechtkommen und alleine sind, ist es für die Patienten oft angenehmer, wenn sie im Krankenhaus liegen», sagt Barbara Nägel. Unverzichtbar ist ein Krankenhausaufenthalt nach Ansicht von Johannes Bruns unmittelbar vor und nach einer Operation, weil dann eine Überwachung rund um die Uhr notwendig ist.
Ob sich die Betroffenen für oder gegen eine stationäre Therapie entscheiden, hängt vor allem von den eigenen Erfahrungen mit der Krankheit und der verordneten Therapie ab: Denn anfangs ist das Krankenhaus für viele Krebspatienten ein Ort der Geborgenheit, der ihnen Rückhalt gibt, sich auf die neue Lebenssituation einzustellen.
Doch nach einer Lernphase, in der sich die Betroffenen erstmals mit Tumorerkrankungen auseinandersetzen und Sicherheit im Umgang mit ihrer Krankheit gewinnen, neigen Krebspatienten laut Johannes Bruns eher zur Krankenhausflucht: «Viele sind bereit, Unannehmlichkeiten, auch leichte Nebenwirkungen, in Kauf zu nehmen, weil sie mit ihrer Familie zu Hause leben wollen», sagt Bruns.
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