«Bin nur Zigaretten holen»: Wenn der Partner plötzlich geht
Wer mit Trennungsgedanken spielt, sollte den Partner deshalb frühzeitig darüber in Kenntnis setzen. «In einer Partnerschaft besteht die Verpflichtung, einander mit Respekt und Offenheit zu begegnen», sagt Wiblishauser. Anne Huth rät, Raum für Gespräche zu schaffen: «Reden Sie über Gefühle und Probleme - auch wenn es schwerfällt.» Paare, die rechtzeitig Bilanz ziehen, haben die Chance, etwas zu verändern: «So kann einer Trennung vorgebeugt werden.»
Ist der Schlussstrich jedoch Realität geworden, gilt es, die Entscheidung zu akzeptieren, so Wolf. Denn wer am Glauben festhält, dass sich der Partner eines besseren besinnt und irgendwann zurückkehrt, verlängert nur den Schmerz: «Es gibt natürlich Einzelfälle, bei denen das klappt, aber in der Mehrheit hat sich nach so einer Trennung das Fenster der Gelegenheiten geschlossen», sagt Huth. «Und fragen Sie sich doch einfach mal, ob Sie mit einem Menschen, der Sie einfach so sitzen lässt, überhaupt glücklich geworden wären.»
Literatur: Mathias Jung: Trennung als Aufbruch - bleiben oder gehen?, dtv, ISBN: 978-3-423-34335-0, 9 Euro; Doris Wolf: Wenn der Partner geht, Pal Verlag, ISBN 978-3-923-61474-5, 12,80 Euro, Mira Kirshenbaum: Soll ich bleiben, soll ich gehen?, Scherz, ISBN 978-3-502-14360-4, 17,90 Euro
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