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Stichwörter: AntibiotikaGrippe
Donnerstag, 8. November 2007

Antibiotika: Nicht immer richtig bei Erkältung!

Die ersten Symptome sind Halsschmerzen, eine laufende Nase und schließlich kommt es zu Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen. Atemwegsinfektionen zählen zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Meistens werden wir zu den Jahreszeitenwechseln im Frühjahr, Herbst und Winter von ihnen befallen.


Die ersten Symptome sind Halsschmerzen, eine laufende Nase und schließlich kommt es zu Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen. Atemwegsinfektionen zählen zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Meistens werden wir zu den Jahreszeitenwechseln im Frühjahr, Herbst und Winter von ihnen befallen.

Im Durchschnitt trifft es jeden von uns mindestens zweimal pro Jahr. Das sind mehr 164 Mio. Erkältungsfälle, die jährlich in Deutschland verzeichnet werden. Erkältungen sind damit auch ein betriebswirtschaftlicher Faktor, der in den Firmen durch entstandene Qualitätsmängel, persönliche Minderleistungen oder gar Krankschreibungen deutlich zu Buche schlägt.

Wenn die Symptome besonders schlimm sind, die Betroffenen Fieber haben und sich abgeschlagen fühlen, befürchten die Geplagten meist, an einer Grippe erkrankt zu sein. Schnelle Hilfe durch einen kompetenten Arzt und ein Antibiotikum scheinen jetzt die Lösung zu sein. Doch nicht für jede Infektion ist die Behandlung mit einem Antibiotikum richtig. Um eine erfolgreiche Therapie einzuschlagen, ist es für den behandelnden Arzt wichtig zu wissen, ob es sich um einen viralen oder bakteriellen Infekt handelt.

Kein Antibiotika bei Viren

Patienten sollten grippale Infekte nicht in Eigeninitiative mit Antibiotika behandeln, die eventuell noch in der Hausapotheke vorhanden sind. Das rät Wolf von Römer vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden.

Erkältungen und Grippe würden in der Regel durch Viren verursacht. Antibiotika helfen aber nur bei Entzündungen, die durch Bakterien oder Pilze verursacht werden. Schnell ansteigendes, hohes Fieber und ein durchsichtiges oder weißes Sekret beim Husten sind typische Zeichen für eine Vireninfektion der Atemwege. Bei bakteriellen Infektionen steigt das Fieber hingegen eher langsam.Vor der Einnahme von Antibiotika muss daher überprüft werden, ob es sich wirklich um eine solche Infektion handelt.

Untersuchungen zeigen, dass dennoch in 80 Prozent der Erkältungsfälle Antibiotika verschrieben werden, obwohl diese Erkrankungen durch Viren verursacht wurden. Auch eine Grippe, ebenfalls viral bedingt, kann nicht durch Antibiotika geheilt werden. Dennoch steigen die Antibiotika-Verschreibungen alljährlich mit der Grippewelle regelmäßig an. "Bei der Antibiotika-Behandlung sollte immer die Regel gelten: so wenig wie nötig und so gezielt wie möglich", empfehlen Infektiologen.


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